Frieden machen mit dem Herbst

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Wer liebt den Herbst? Auf diese Frage höre ich manchmal ein total begeistertes „ICH!“, aber meistens ein leidvolles Seufzen. Herbst ist für viele nichts weiter als das Ende des Sommers und damit der Beginn einer langen, kalten, dunklen Leidenszeit. Das wirklich Traurige daran ist, dass wir uns das Leiden selbst machen.

Der Herbst bremst viele von uns aus. Regenwetter, das langsame Sterben der Natur und die zunehmende Dunkelheit geben unserem Körper das Signal „Einen Gang zurück schalten!“. Das passt aber so überhaupt nicht in unser Leben, in dem es meistens in erster Linie um Leistungsfähigkeit geht. Wir müssen Familie, Job, Sozialleben und Hobbies unter einen Hut bringen und sind dabei rund um die Uhr erreichbar. Eine jahreszeitliche Bremse wie der womöglich noch plötzliche Übergang vom Sommer in den Herbst wirkt auf uns dabei oft bedrohlich, denn das erhöhte Ruhe- und Rückzugsbedürfnis, das jetzt ganz natürlich auftritt, steht unserem antrainierten Lebensrhythmus komplett gegenüber. Darum ist der Widerstand gegen den Herbst, und später gegen den Winter, manchmal sogar ein Hinweis darauf, dass eine Burnout-Gefährdung vorliegt. Denn wenn wir einfach keine Zeit mehr für Ruhe und Rückzug finden, dann heißt das auch, dass wir unsere Batterien nicht mehr aufladen können. Es ist wichtig, eine Ausgeglichenheit zwischen aktiv/leistungsstark und passiv/erholend zu finden. Es bedarf eines Rhythmus zwischen diesen Polen, damit der Mensch gesund bleibt.

Die Schönheit an all dem, was der Herbst uns bringt – schenkt! – wieder zu entdecken, kann uns helfen unsere Gesundheit und Lebensqualität zu erhalten oder auch wieder herzustellen. Was also tun, wenn ich merke, dass ich mit den kurzen Tagen, der Müdigkeit und der Kälte zu schaffen habe? Zunächst mal: den Spieß umdrehen und herausfinden, wo das Geschenk dieses Zustandes liegen könnte -und es dann annehmen. Beispiel: die zunehmende Dunkelheit wirkt sich mit Müdigkeit aus. Anstatt dagegen anzukämpfen, gezielt Inseln in den Alltag einbauen, die der reinen Erholung dienen und sie ohne schlechtes Gewissen genießen.

Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, die Stars des Herbstes kennen zu lernen. So konzentriere ich mich auf das Schöne, das diese Jahreszeit bringt. Außerdem beginnt jetzt langsam die Vorbereitung auf die Advents- und Weihnachtszeit (dazu später mehr), die Zeit, die all die schönen Dinge beinhaltet, die für mich in diese Jahreszeit gehören. Vielleicht kommt auch noch ein Mittelalter-Markt (nie so schön, wie im Herbst!) dazu. Ich werde es Euch wissen lassen!

Wie gestaltet Ihr Euren Herbst? Was ist für Euch das Typische in dieser Zeit und was genießt Ihr am meisten?

2 Gedanken zu “Frieden machen mit dem Herbst

  1. Wir mögen den Herbst! Okay, wir mögen jede Jahreszeit, denn jede hat ganz eigene schöne Seiten. Am Herbst mögen wir: die ersten leckeren Suppen und Eintöpfe, die ersten Abende mit Kerzenschein (den man dann auch sieht, anders als im Sommer 😉 ), die Freude welche man empfindet, wenn es die Sonne nochmal schafft einen Tag zu wärmen. Und noch viel mehr!

    LG und einen schönen Herbst
    AnDi

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    1. Hallo und einen schönen Sonntag! Das geht mir genauso. Vor allem den Kerzenschein und das kuschelige Gefühl, wenn es früher dunkel wird. Dir/Euch auch einen schönen Herbst! Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder hier und freuen uns über die schönen Zeiten der dunklen Jahreszeiten 😉

      Gefällt 1 Person

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