Das Ende des Schönheitsideals…!?

Immer wieder gibt es Reportagen, die zeigen, das schöne Menschen einen Vorteil in der Welt haben. Grade gestern nacht ging eine Reporterin einem Gerücht aus Paris nach. Dort sollen die besten Plätze in Restaurants und Cafés an die ‚Schönen und Reichen‘ verteilt werden, während die ‚Hässlichen‘ zum Teil nicht mal eingelassen werden. Nach einem Selbstversuch stellte sie fest, dass es sich – zumindest in einigen Lokalen – tatsächlich so verhält. Warum ist das so?

Vor längerer Zeit habe ich dazu einen interessanten Text aus der Feder eines männlichen Psychologen gelesen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen das unbekannte Wesen Mann näher zu bringen und auf einer tieferen Ebene verständlich zu machen. Zusammengefasst: Männern geht es bei Frauen nicht, wie wir immer wieder denken, um oberflächliche Schönheit, sondern um tiefgreifende Schönheit – und das ist nichts weiter als Gesundheit. Ganzheitliche Gesundheit. Eine Frau ist dann für einen Mann attraktiv, wenn sie auf allen Ebenen gesund ist. Es spielt dann keine Rolle, ob ihr Körper vom 90-60-90-Maß abweicht und sie die Hoffnung auf eine Karriere als Model längst aufgeben musste. Ist sie grundsätzlich gesund (stimmig / im Einklang mit sich selbst / zufrieden und dankbar usw.), ist sie auch attraktiv.

Männer haben ein unglaubliches Feingefühl dafür, ob vom Schein auch auf den Inhalt – also von der oberflächlichen Schönheit auch auf die Gesundheit einer Person – geschlossen werden kann. Schönheit hat, wenn man die Ebene der Oberflächlichkeit verlässt und ein wenig tiefer schaut, immer irgendwie was mit Stimmigkeit, mit Harmonie zu tun. Ein Maler wird sein Gemälde erst dann vollenden, wenn er das Gefühl (!) hat, dass es jetzt stimmt. Ein Fotograf drückt auf den Auslöser, wenn die Komposition stimmt. Ein Mensch ist am Schönsten – egal, wie er aussieht – wenn alles stimmig ist.

Daraus folgt eine einfache, aber potenziell lebensverändernde Erkenntnis: Schönheit ist der Ausdruck von Gesundheit im ganzheitlichen Sinne. Fühle ich mich nicht schön, dann heißt dass, dass es mir irgendwo an ganzheitlicher Gesundheit fehlt. Vielleicht tatsächlich auf der körperlichen Ebene, aber vielleicht auch auf der emotionalen, mentalen oder gar spirituellen Ebene. Und hier kommt letztlich Darwin ins Spiel: der Stärkere (und damit auch der Gesündere!) setzt sich in der Natur durch. Darum bringt Schönheit Vorteile. Und es ist sogar ein ganz natürlicher Prozess!

Was aber tun, wenn es mir an ‚Schönheit‘ mangelt? Ganz „einfach“: anstatt Drogerien zu plündern, die Ernährung umzustellen, sich zu quälen indem man sich auf Entzug setzt oder einen Sport ausübt, an dem man keine Freude hat, schauen, wo die Gesundheit fehlt. Welche Ebene/n betroffen ist/sind. Und das meint mehr als den Körper, es kann jeden Aspekt des eigenen Lebens betreffen. Schönheit ist nur ein Ausdruck, nicht die Ursache.

Wenn wir verstehen, dass das Streben nach einem Schönheitsideal eigentlich das Streben nach einem Gesundheitsoptimum ist, verändert sich alles. Mit dem Ziel verändert sich der Weg. Dann verlassen wir die Welt der oberflächlichen Korrekturen und suchen die Gesundheit in uns selbst. Finden wir sie, sind wir schön, denn dann sind wir heil. Glaubt Ihr nicht? Was, wenn doch?

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