Lebensfreude 2015 – Wonniger Mai

Ich weiß, es ist ein Klischee. Aber es ist nun mal was dran. Der Mai ist und bleibt ein Wonnemonat! Das Mai-Bild im Kalender ist eines meiner Lieblingsbilder. Es macht dieses Gefühl von Aufbruch, Lust aufs Leben und freudiger Erregung so herrlich anschaulich. Genau darum geht es im Mai: die Welt bricht auf – und damit auch wir. Die Temperaturen steigen, die Natur erwacht, das Leben kehrt mit voller Kraft zurück. Wir sind jetzt mitten drin im ‚männlichen Jahr‘, also den sechs Monaten des Jahres, in dem das männliche Prinzip von Machen, Tun, Streben, Umsetzen usw. betont wird. Die Zeit, in der wir uns meistens am wohlsten fühlen, denn das ist das Prinzip, das wir derzeit noch besser kennen. Darum blühen wir jetzt auf.

Einige trifft allerdings jetzt auch eine Frühjahrsmüdigkeit. Oftmals gibt es auch Erkältungswellen. Das trifft sehr häufig die Leute, die sich im weiblichen Prinzip wohler fühlen. Denen fällt das Leben während der ‚männlichen‘ Jahreszeiten Frühling und Sommer schwerer. Anders herum kann es auch diejenigen treffen, die zu schnell vorgeprescht sind, weil sie es nicht erwarten konnten. Sie sind dann über ihre eigenen Füße gestolpert. In beiden Fällen darf man sich mit seinem Verhältnis zum männlichen Prinzip auseinander setzten. Bin ich dort extrem verankert und übertreibe ich es mit dem Tun und Machen? Täte mir eine Pause gut? Sollte ich bedachter vorgehen und den Dingen auch mal etwas mehr Zeit zum Wachsen und Reifen lassen? Oder tue ich mich mit Aktivität, Leistung, Rausgehen usw. schwer? Was fehlt mir dann? Was behindert mich?

Die Natur strebt immer nach Ausgleich. Das heißt nicht, dass dieser Ausgleich immer vorhanden ist, sondern dass ein Gleichgewicht immer wieder dynamisch hergestellt wird. Auf Regen folgt Sonnenschein, auf den Winter irgendwann der Sommer. Das natürliche Jahr ist ein Zyklus, in dem Extreme immer wieder ausgeglichen werden. Dieses Prinzip gilt auch für einen gesunden Menschen. Wer gesund ist, gleicht aus. Auf Leistung und Anspannung erfolgt Pause und Entspannung. Auf Aktivität folgt Passivität. Auf eine intensive Zeit im Außen folgt eine intensive Zeit im Innen. Auf viel Kontakt folgt freudiges Alleinsein. Und so weiter. Gleichen wir nicht aus, kippen wir aus unserem Gleichgewicht und damit unserer Mitte. Es folgen Krankheit und Krisen.

Im Mai geht es darum, sich zu öffnen, ganz da zu sein und wieder mit vollem Willen Teil dieser Welt zu sein. Wer den Herbst und den Winter sowie das ‚Vorglühen‘ im frühen Jahr gut genutzt hat, kann nun auf eine ausgeprägte Intuition zurück greifen. Es braucht nur ein kurzes in-sich-Hineinhorchen, um sie zu nutzen und so die richten Wege einzuschlagen.

Der Mai erinnert uns aber auch an die Liebe. Die Liebe zwischen Mann und Frau (oder auch nicht) aber ebenso die Verbindung und Harmonie unserer inneren Frau mit unserem inneren Mann. In jedem von uns leben diese beiden Anteile. Häufig ist einer davon unterdrückt oder schwächer, während der andere herrscht. Der Wonnemonat erinnert uns daran, dass Harmonie und Gleichgewicht eine Grundbedingung für ein erfülltes Leben sind. Es lohnt sich, beide Anteile zu stärken und innerlich zu verbinden. Nicht zuletzt geht es auch um die Liebe zu der Welt in der wir leben (dürfen).  Es geht um Erdung, um echtes Da-Sein. Denn gerade in einem Zustand in dem sich diese Welt gerade befindet, ist dies die mächtigste Medizin, die jeder unserer Mutter Erde verabreichen kann.

2 Gedanken zu “Lebensfreude 2015 – Wonniger Mai

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