Gedanken zur Weihnachtszeit

oder

Wie man ohne Stress durch den Dezember kommen kann

Es ist soweit. Es ist der 30. November und damit der erste Advent. In der Kalendervorstellung habe ich Euch versprochen, dass es zu dieser Zeit einige Tipps und Hinweise geben wird. Das Versprechen beginne ich nun einzulösen.

 

Kleine Vorbetrachtungen

Weihnachten ist für die meisten von uns eine Zeit, in der wir kaum die Füße auf den Boden kriegen. Wir haben mehr Geld zur Verfügung, das schnell umgesetzt werden will, und damit einhergehend plötzlich noch mehr Aufgaben, als ohnehin schon. Weihnachtspost? Wer schafft das noch? Plätzchen backen. Für viele muss das an einem stressigen Wochenende erledigt sein. Geschenke? Wer hat noch die Ruhe, sich mit Geschenken und Beschenkten auseinander zu setzen? Da ist es bei allem Stress leichter, die Weihnachtszeit abzulehnen. Im Fachjargon heißt das ‚Projektion‘. Doch was, wenn wir uns damit nicht abfinden wollen? Was, wenn wir Weihnachten noch genießen wollen? Was, wenn das innere Kind in uns nach duftendem Gebäck, Zeit mit der Familie und gemütlichen Tagen unterm Weihnachtsbaum verlangt? Dann müssen wir hinder die Projektion sehen und erkennen, dass wir ein Problem haben. Ein Prioritäten-Problem, genauer gesagt. Unsere Einstellung hat die Prioritäten verlagert und Weihnachten hat seine Priorität verloren. Wir nur doch ‚dazwischen gequetscht‘, weil es halt dazu gehört oder vielleicht noch für die Kinder.  Dabei geht aber der Zauber häufig verloren – ganz zu schweigen von der Erholung!

 

Was also tun?

Ich selbst, die ich es nicht so leicht habe mit allem, was regelmäßig in kleine Schritten gemacht werden muss, habe mich lange mich Ritualen schwer getan. Doch sogar ich habe mittlerweile erkannt, dass Rituale extrem wichtig sind, Rituale helfen, neue Verhaltensweisen umzusetzen. Rituale sind im Grunde Trainingseinheiten, wenn man es gerne sachlich möchte. Sie helfen, das Gewünschte auch wirklich umzusetzen. Gerade in der Adventszeit, die ja eigentlich eine magische Zeit ist, können wir Rituale ganz wunderbar ansetzen. Und aus dem Brauchtum sind außerdem viele Rituale überliefert. Das kann man ganz unterschiedlich handhaben. Man kann sich jeden Tag oder an jedem Adventssonntag. Solche Rituale benötigen oft gar nicht so viel Zeit. Wer diese Idee mal ausprobieren möchte, benötigt jeden Morgen 15 ungestörte Minuten mit einer (zwei, drei vier) Kerze (n), vielleicht einem Tee oder Kaffee und etwas Schreibzeug. Dafür müsste der Wecker nur 15 Minuten früher klingeln. Mehr ist es nicht.

 

Wirkung

Die Wirkung von dieser einfachen Handlung ist, dass wir nicht so leicht umzuhauen sind. Meistens hechten wir morgens aus dem Bett und ergehen uns in unserer täglichen Routine. Vieles davon machen wir, ohne es wirklich zu merken. Wir wissen, dass wir es machen, weil es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Aber nicht, weil wir es wirklich mitbekommen. Wer bemerkt, dass Stress, Hetze, das Gefühl zu Schwimmen, die Beine nicht auf den Boden zu bekommen oder in einem Hamsterrad zu stecken, vorherrschend sind, besonders in der Weihnachtszeit, profitiert von diesen 15 Minuten enorm. Denn sie bringen die Stabilität und auch Struktur ins Leben. Ich habe Zeit, Boxenstopp bei mir selbst zu machen, bevor es auf die Rennbahn Leben geht. Und damit bin ich gut versorgt für den Rest des Tages. Steigern kann man das mit noch mal ein paar Minuten am Abend, aber immer eins nach dem anderen 😉 Im nächsten Beitrag geht es dann um den 1. Advent!

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