4. Dezember / December 4th

Am 4. Dezember wird in unserer Kultur der Heilgen Barbara gedacht. Es ist traditionellerweise ein Orakeltag, für den es zahlreiche überlieferte Bräuche gibt, die je nach Region variieren:

  1. Barbarabaum / Barbarazweige geben einen Hinweis auf Glück im neuen Jahr. Man kann zu jedem Thema, das einen interessiert, Zweige schneiden – im alten Volksglauben natürlich um Mitternacht, in der Früh geht aber auch. Man kann es sich leicht machen, und an jeden Zweig ein Kärtchen hängen mit dem Thema, für das man einen Hinweis will. Z.B. ‚Beruf‘ oder ‚Liebe‘ oder oder oder. Zweige, die an Heiligabend erblühen, weisen auf glückliche Entwicklungen hin. Sehr schön ist auch der alte Brauch, jedem Zweig den Namen eines Mannes zuzuordnen, um zu schauen, welcher der zukünftige Ehemann sein wird.
  2. Außerdem gilt an diesem Tag folgende Bauernregeln: Geht Barbara im Klee, kommt’s Christkind im Schnee – Barbara im weißen Kleid verkündet gute Sommerzeit – Knsopen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da – an Barbara die Sonne weicht, an Lucia sie sich wieder zeigt und noch einige andere – demnach wird der Sommer nächstes Jahr ja nicht sooo berauschen, denn mit Schnee is‘ nüscht. Klee habe ich auch nirgends gesehen, also dementsprechend Weiße Weihnacht adieu 😦 Aber mit Frühlingstemperaturen müssen wir uns offenbar an Weihnachten auch nicht rumschlagen. Denn die Sonne kommt ja an Lucia (13. Dezember) wieder und bringt dann auch Frost mit. Na, mal schauen
  3. Sehr schön ist auch das ‚Adonisgärtlein‘ das mit den Barbarazweigen Schmuck ins Haus bringt. Dazu legt man Körner von Weizen oder Gerste auf einem flachen Teller in Wasser und stellt das Ganze an einen ruhigen warmen Ort. Bis Heiligabend hat man dann einen kleinen grünen Busch, das Adonisgärtlein, in das man noch eine Kerze stellt, mit dem Licht in die Dunkelheit gebracht werden soll.
  4. Wenn Du es nicht mit Orakeln hast, dann nutze diesen Tag doch ganz profan und suche nach dem Licht in der Dunkelheit, denn das ist der übergeordnete Gedanke an diesem Tage.  Das kannst Du ganz nüchtern tun, in dem Du am Abend einen Spaziergang machst und Dir das Dunkel anschaust und dann auf Sterne und Lichter und den Mond achtest, die Licht bringen. Du kannst das auf sehr persönliche Art tun – besonders wenn Du Dich gerade mit Problemen herumschlagen muss – und schauen, welche Lektion darin gerade liegen mag. Damit erhebst Du Dich über das Problem und erschaffst Dir andere Perspektiven. Das schenkt Gelassenheit und macht Dich wieder handlungsfähig.
  5. Und natürlich darf in dem Zusammenhang auch der Hinweis auf Dankbarkeitsrituale nicht fehlen. Keine Aktion ist in Krisenzeiten – also im Dunkeln – so wirkungsvoll, wie das Danken. Je schlimmer die Situation scheint, umso wichtiger wird es, denn es ist die Strickleiter aus dem tiefsten Erdloch. An diesem Tag kannst Du, analog zur Wunschliste, eine Dankesliste anfertigen. Schreibe 100 Dinge auf, für die Du von Herzen dankbar sein kannst – egal wie groß oder klein sie scheinen. Natürlich muss sie nicht sofort fertig sein. Wie die Wunschliste auch, darf sie nach und nach vervollständigt werden. Und dann schau mal, wie sich Dein Denken plötzlich ändern. Und sollte es Dir schwer fallen, Gründe für Dankbarkeit zu finden, habe ich einen wirkungsvollen Tipp für Dich: Schau die Nachrichten und stell Dir vor, Du oder Deine Liebsten wären von dem, was Du dort siehst, betroffen. Ob es dann immer noch schwierig ist..?

 

The 4th of December the Chrstian Culture celebrates Saint Barbara. Traditionally on this day the comming year is presaged. In Germany there are many traditions linked to it. They differ, of course, in different areas.

  1. According to tradition on this day the women went out at midnight or early in the morning to cut twigs from trees like cherry, apple and such. Each twig will be placed in a vase with water. You can assign certain topics to the twigs, such es ‚Work‘ or ‚Love‘ or ‚Quit Smoking‘ or… . The ones that blossom on Christmas Eve promise happy development in that area. Also traditionally the twigs were given to girls and assigned names. The one that bloomed first was the future husband.
  2. There are also many weather proverbs. If there is clover on the ground on St. Barbara’s, we will have a White Christmas. If there’s snow on the 4th of December the next summer will be good. If there are buds on St. Barbara’s, there will be blossoms on Christmas. If there is no sun this day, it will come back on St. Lucia’s Day (13th of December). Well then… 😉
  3. A beautiful tradition is to collect grains of wheat or barley, strew them on a plate and water them. Then place the plate somewhere warm and quiet. On Christmas you will have a little green bush. Add a candle to it, so to bring light into the dark.
  4. If you don’t like oracles and such you can use this day to search the light in the darkness -which is the general idea behind all this.  Just take a walk after nightfall, watch the dark and the look for the lights in it – stars, moon, streetlights, candles, christmas decorations…. Also, you can take that task more personally, especially if there are problems keeping you awake at night or troubling you in general. Just take a few minutes to ask yourself what lesson could be in that. What will you have learned after you’ve mastered the problem? That way you can literally rise above the problem and gain other perspectives. It helps you to stop feeling trapped, makes you calm and new options can come by themselves.
  5. And of course, when speaking about Light in the Dark, we must mention gratefulness. Nothing empowers you more in dark times of crisis than gratefulness. The worse the situation, the more important it is to start being thankful. It’s the rope-ladder out of you pit. So on this day, as a pendant to your Wishlist, collect 100 reasons the be gratefull. It doesn’t matter if they seem huge or rather insignificant. If it’s something to be grateful for, be grateful. For having a mother – or a washing machine. There is no right or wrong to this process! An then look what it does to your mind. If you do have troubles to come up with reasons, take a good long look at what’s going on in the world at the moment. And then imagine being affected by it. Or imagine loved ones being affected by it. Is it still hard to come up with something?

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