16. Dezember – december 16th

Heue schaffe ich wieder meinen Text. Aber zuvor möchte ich mich herzlichst bedanken für Euren Zuspruch, Euer Interesse, Eure likes und für 50 Menschen aus der Blogosphäre, die so viel Freude an meinen Beiträgen haben, dass sie auf ‚folgen‘ geklickt haben. Vielen vielen Dank! Euer Dasein und der Austausch mit Euch macht mir großen Spaß und ich freue mich, dass es diese Möglichkeiten gibt!

Today I manage to write my text. But first I’d like to thank you guys for your interest, your likes and for 50 people out of this Blogosphere who seem to enjoy my posts enough to klick on ‚follow‘. Thank you so so much! Your being and our communication is a source of joy to me and I am really glad for this possibility! 


Der heutige Beitrag brennt mir schon seit Tagen unter den Nägeln. Weihnachten ist bei uns bekannt als das Fest der Liebe. Es kann einem ein bisschen wie ein Witz vorkommen, wenn wir uns anschauen, was in der Welt gerade geschieht. Da ist von Liebe nicht viel zu spüren. Und all das ist näher gekommen. Während überall auf der Welt, auch an Orten, von denen wir es so bald nicht vermutet hätten, Kriege oder (kleine) Bürgerkriege toben, ist der Hass auch in unserem Land wieder aufgeflammt. Und jetzt kommen wir mit Weihnachten daher. Für mich hat das eine sehr viel mit dem anderen zu tun. Denn egal wo Hass und Gewalt auf der Welt herrschen, es hat immer mit uns allen zu tun. Was sich im Großen zeigt, tragen wir im Kleinen mit. Und darum finde ich es so wichtig, dass wir uns gerade in der besinnlichen Zeit, in der die Liebe so groß geschrieben wird, mal damit beschäftigen, dass wir Liebe die meiste Zeit gründlich missverstehen. Wie, das zeigt uns ganz wunderbar ein neues Format, das letzten Sonntag auf Sat1  zu Ende gegangen ist: Hochzeit auf den ersten Blick. Mich hat das Format extrem  fasziniert, denn letzten Endes zeigt es sehr klar und deutlich, was es braucht, um eine Ehe halten zu lassen und auch um Liebe zu lernen. Denn Liebe ist etwas, was gelernt werden muss. Liebe ist nicht der Hormoncocktail, den wir unter Verliebtheit kennen und oft für Liebe halten. Liebe trifft uns nicht wie Armors Pfeil. Liebe ist vor allen Dingen eins: sich einlassen.

I have been wanting to write this post for a few days now. At Christmas we celebrate love. This can come as a bit of joke, to be honest. Looking at the world right now, love is the one thing that’s sorely missing. And all of that has come closer. While wars and (small) civil wars have been coming up all over the world and in places we wouldn’t have suspected, hate is also going strong in our own country. An in the middle of all that we go about celebrating Christmas! For me it’s all linked. Whereever hate and violence are the order of the day it’s something to do with each and every one of us. Because what we see happening in the big picture is what we cause on a small scale – like our relation ships. That’s why I think it is so important, especially this time of year, to take a look at the fact that love is something we tend to misunderstand completely!
The way we misunderstand can be clearly seen on a TV show that was just wrapped up last sunday: Marriage at First Sight. The show fascinated me because it showed so very clearly what it takes to make marriage work and – in the end – to learn to love. Because love IS really something one has to learn. Love is not the cocktail of hormone we call ‚falling in love‘ and that we believe is in fact love. Love doesn’t hit us out of the blue. Above all, love is one thing: to really emgage.


 

Sich einzulassen ist eine Fähigkeit, die in sehr weiten Teilen unserer Bevölkerung verloren gegangen ist. Sich einzulassen bedeutet, anzunehmen, was auch immer da kommen möge. Es hat was mit einer hohen Frustrationsgrenze zu tun. Es hat was damit zu tun, uns von unseren Ängsten nicht blind leiten zu lassen. Denn wo Menschen zusammen kommen, gibt es in erster Linie eine Menge Stoff für Konflikte. Ob im eigenen Heim oder unter Ländern, die Prozesse sind dieselben. Frieden und Liebe entstehen da, wo Akzeptanz herrscht und wo man auch Konflikte als Herausforderungen annimmt, Gegensätze zu überwinden. Wer diese Sendung gesehen hat, hat gesehen: zwei Paare haben es geschafft und zwei nicht. Was unterscheidet die einen von den anderen? Zunächst mal war da die Sache mit der Verliebtheit bei einem Paar. Verliebtheit ist ein genialer Trick der Natur. Die Phase der Verliebtheit füllt uns eine Vorratskammer für schlechte Zeiten. Denn die schlechten Zeiten kommen irgendwann. Die Verliebtheit sorgt dafür, dass wir sie besser überstehen UND – und das ist der wichtige Punkt dabei – sie sorgt dafür, dass wir dabei bleiben. Weil wir erlebt haben, dass es auch anders geht. Heißt, Paare, die sich verliebt haben, haben eine bessere Chance. Aber wer eine hohe Frustrationsgrenze hat und bereit ist, sich auf den anderen und die Situationen wirklich einzulassen, der lernt etwas kennen, was noch viel wichtiger ist: er lernt die Liebe – kennen. Ein Paar hatte sich auf den ersten Blick verliebt und ist sehr offen miteinander umgegangen. Dieses Paar hat sich entschieden, zusammen zu bleiben. Ein Paar hat sich zumindest auf seiten der Frau nicht verliebt, die beiden sind aber an alle Herausforderungen offen herangegangen. Auch sie sind zusammen geblieben und wollen weiter daran ‚arbeiten‘. Und das ist das, was Beziehung letztlich ist: ständiges Wachstum.

Getting engaged as a skill is something that most people have lost. To engage in marriage means to accept whatever may come. It’s something to do with emotional endurance, to not blindly act on fears. Wherever people come together – as partners, families, colleagues or contries – there ins conflict. The process is always the same and very natural. Love and Peace are built where people accept and view conflict as a challenge to overcome discrepancies. If you have seen the show, you have seen that two couples decided to stay married and two got divorced. What’s the difference? First of all: falling in love helps. It’s the genius of nature that we fall in love. It kind of stacks up good energy. Just in case you need it for bad times. Falling in love later on gives us reasons to stay together. Because we have experienced that things can work out great. That means, people who fall in love with each other have a better chance to make it as a couple. However, if you have a lot of emotional endurance and are deeply ready to engage, you learn to love. One of the couples had not the luck of falling in love. But both have the skill of endurance. So they decided to stay married and work things out. They were open to work things out and to learn. And that’s what relationships essentially are: perpetual growth.


 

Die Paare, die sich für Scheidung entschieden haben, hatten dieselbe Struktur. Es war im Übrigen jedes Mal der Mann (!!!), der sich eingelassen hat und die Schwierigkeiten nicht gescheut hat. Respekt für die beiden Männer! Beide Frauen jedoch haben zugemacht. Noch bevor es wirklich los ging. Ganz besonders schade fand ich das im Fall von Steffi und Pierre, denn die beiden waren wirklich ein tolles Paar. Aber in dem Moment – vermute ich mal – als Steffi merkte, dass es Pierre ernst war und das Ganze real war, hat sie komplett zugemacht und ist geflüchtet. Übrigens nach der Hälfte des Experiments. Wie stark ihr Fluchtinstinkt war, zeigte sich dann auch an ihrer Reaktion auf Pierre. Sinngemäß sagte sie ‚es erschreckt mich, wie sehr du dich da schon reingesteigert hast‘. Man möge sich diesen Satz mal auf der Zunge zergehen lassen. Mich hat der Satz erschreckt…
Was uns davon abhält, uns vollkommen einzulassen, sind oft uralte Ängste. Es muss nicht so bleiben. Man kann sich diesen Ängsten stellen, man kann sie klären. Das braucht Mut, oft auch Begleitung, denn das haben wir als Kinder sehr oft nicht gelernt. Wir leben in einer narzisstisch geprägten Gesellschaft, in der Probleme und Schwierigkeiten schnell weggemacht werden müssen. Aber wir wissen ja aus der Physik: gleichpolige Magneten stoßen sich ab. Leben – und Liebe! – ist erst dann wirklich möglich, wenn sich zwei Pole gegenüber stehen.

Two couples got divorced. Both had a very similar structure to their relationships. A man (!!) who was willing to stay and make things work over time (my respects!) and a woman who was not. Both women set up a wall after things got real. Before it ever really started they quit. For me personally that was very sad for Steffi and Pierre because I really liked them as a couple. It seemed however that right in the moment when Steffi realized that this was actually real and that Pierre really was all in, she quit. After half the time of the experiment, which is a sure sign the she was fleeing. It just goes to show how strong that need to flee was how she reacted to Pierre being devastated by her decision to break things of. She said something like this: ‚I’m shocked how you worked yourself up about all this.‘ ‚This‘ being his feelings for her. Really, really think about that sentence in that context. That’s what shocked me…
What keeps us from really engaging are very old fears deep inside of us. The kind we don’t consciously know. But it doesn’t have to be this way. We can face our fears and clear them. That takes courage, sometimes even coaching, because it’s something we have learned early and it’s rooted deep inside of us. We are living in a narcistic society where problems or obstacles are somthing we have to get rid of as quickly as possible. We have lost the ability to be challenged by them and learn from them. But, as we know form school: homopolar magnets repell each other. Life – an love – becomes real when to different poles come together.

2 Gedanken zu “16. Dezember – december 16th

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