Vakuum – oder: Das Leben ist zu kurz!

„Leere zieht Fülle an.“

Ich glaube, dieser Satz ist zurzeit mein über allem stehendes Motto. Als er in der ‚Reichtumskur‚ auftauchte, traf er mich genau ins Herz. Denn genau das tue ich gerade. Ausmisten. Aufräumen. Leere erschaffen. Um sie dann äußerst bewusst genau mit dem zu füllen, mit dem ich sie wirklich wirklich füllen will. Das war bis hierher gar nicht so einfach. Obwohl ich nie wirklich Bewohner des vielzitierten Hamsterrades war, steckte ich doch etwas weiter drin, als ich gedacht hätte. Ich musste (und muss) mich also erst mal an das Vakuum gewöhnen, das ich erschaffen habe, indem ich entschieden habe, mir ein Jahr zu geben, um mich voll und ganz auf meine Ziele zu konzentrieren und meine Kraft nicht anderweitig zu verschleudern.

Die ersten Tage und Wochen war das überhaupt nicht angekommen. So langsam merke ich aber, wie die Leere ihren Tribut fordert und mich anregt. Jeden Tag wache ich mit neuen Impulsen auf, die dann auch sofort umgesetzt werden. Da ich jetzt tatsächlich 100% meiner Energie zur freien Verfügung habe, komme ich vielmehr in den allseits erwünschten ‚Flow‘. Ob das immer so bleiben wird, darf bezweifelt werden, aber im Moment ist es so.

Ein Vakuum zu erschaffen, das die Fülle anzieht, geschieht auf mehreren Ebenen. Aktuell bin ich beim rein Physischen: ich habe riesige Kartons mit allen Büchern, die ich seit einem Jahr nicht mehr angepackt habe plus DVDs, plus CDs gepackt. Sie warten nun auf Abholung (kleiner Tipp übrigens: zwischen den großen Recommerce-Anbieter momox.de und rebuy.de gibt es mitunter deutliche Unterschiede. Ich gebe jeden Artikel bei beiden ein und entscheide dann anhand des Preises. Dabei gab es Unterschiede von bis zu 500%!). Dabei ist mir aufgefallen: Bücher haben wir mit dem Konzept von uns zu tun. Zum Beispiel habe ich lange an Büchern festgehalten, weil ich mit ihnen noch etwas erarbeiten wollte – nur, dass ich das gar nicht wirklich wollte. Mein Kopf war der Meinung, es wäre gut, aber alles andere von mir war scheinbar weniger überzeugt. Nun, sie sind jetzt auf dem Weg.

Aber auch insgesamt gehe ich gerade durch eine Reinigungsphase. Ein Vakuum erschaffen bedeutet Loops schließen. Konflikte lösen oder beseitigen, totgelaufene Beziehungen beenden, alles, was noch irgendwie im Hinterkopf rumschwirrt auf den Tisch holen und klare Entscheidungen treffen. Wir, Siobhan ist mein Kurs-Buddy, haben festgestellt, dass ich ein Meister im Loops-Schließen bin. Es sind wirklich wenige offene Loops. Momentan vielleicht so wenig wie noch nie in meinem Leben. Eine gute Nachricht.

Viele haben Angst vor dieser Leere. Der Schritt, sich auf das Abenteuer einzulassen, ein Jahr, vielleicht sogar länger!, arbeitslos zu sein, um den eigenen Traum zu verwirklichen, schreckt viele. Mich eingeschlossen. Aber manchmal merkt man, dass es sein muss oder man untergeht. Wenn der Punkt gekommen ist, spätestens dann, Leute, geht los. Das Leben ist zur kurz, um diese kostbare Zeit mit dem Falschen zu verschwenden – egal, was das sein mag!

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