Ein Kunstprojekt im Sauerland

Morgen, am 1. Oktober 2017, wird ein besonderes Kunstprojekt im Sauerland eröffnet. Besonders, weil es zum einen darauf hinweist, dass Menschen, wenn sie sich zusammen schließen und ihre gemeinsamen Werte vertreten, stark sind und vieles erreichen können. Zum anderen ist es eine Verbindung von Tradition, Geschichte und dem Heute.

Viele kennen das Sauerland als Urlaubsregion, wo man herrlich wandern oder auch Ski fahren kann. Und zurecht. Unser Sauerland ist eine wunderschöne Region, die Menschen aus der ganzen Welt anzieht, hier ihre schönsten Wochen des Jahres zu verbringen. Wer hier nicht lebt, weiß oft gar nicht, wie industriell geprägt dieses Land ist. Viele Firmen von international großer Bedeutung kommen hierher – in allen Sparten. Aufgrund seiner Erzvorkommen war das Sauerland immer eng verbunden mit dem Metallhandwerk und später mit der Metallindustrie. Bedeutende Automobil-Zulieferer sitzen hier, aber auch sonst eine große Riege erfolgreicher Firmen in allen Betriebsgrößen.

Im Jahr 2015 stand der kleine Ort Albaum (Gemeinde Kirchhundem, Kreis Olpe) vor einer schwierigen Aufgabe. Der Kleffweg, der die beiden Ortsteile Nieder- und Oberalbaum verbindet und ein wichtiges infrastrukturelles Element darstellt, sollte geschlossen werden. Die Gründe lagen in den schwierigen Naturgegebenheiten. Die Albaumer setzten sich ein und es gelang ihnen, auf Grundlage entsprechender Gutachten und Expertenrat, die Sanierung des Weges durchzusetzen. Nach der Sanierung entstand die Idee, den Weg noch weiter aufzuwerten indem man ein Kunstprojekt installiert.

Für die Idee konnten verschiedene Institutionen gewonnen werden. Der Heimat- und Förderverein Albaum übernahm die Projektleitung. Ein Kunstkurs des Gymnasiums in Kirchhundem sollte die Kunstobjekte unter Anleitung ihrer Lehrerin entwerfen und ausführen. Firmen aus der Umgebung beteiligten sich in Form von Besichtigungen, Vorträgen und auch praktischer Unterstützung sowie Sachspenden für die Kunstwerke. Entstanden sind nun 15 Objekte an diesem etwa 1km langen Weg, die Bezug nehmen auf alle für diesen Ort wesentlichen Aspekte: die Tradition, die Industrie, die Natur und ihren Schutz, den Einsatz der Albaumer für ihren Kleffweg.

Ich hatte die große Ehre, für dieses Projekt die Print-Medien sowie die Weg-Beschilderung entwerfen zu dürfen. Dabei sind einige schöne Fotos enthalten, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich persönlich habe immer Freude daran, Kunst in der Natur zu sehen – und zu fotografieren.



Falls Ihr mal hier in der Gegend seid, ist der Weg sicherlich einen Besuch wert. Nicht weit von Albaum liegt der bekannte Rhein-Weser-Turm. Auch das Naturgebiet Schwarzbachtal ist nicht weit, ebenso wenig wie der berühmte Rothaarsteig (Albaum liegt an der 5. Etappe, vom Rhein-Weser-Turm nach Lützel, über den Milsenberg). Der Kleffweg selbst ist auch an einen Wanderrundweg angeschlossen, den 16km langen Weg ‚Über versunkene Schlösser und wilde Klippen‘. Damit ist der Weg sogar Teil der Qualitätsregion ‚Wanderdörfer Sauerland‘. Also alles bestens touristisch erschlossen. Und wer sich weiterhin für den Weg interessiert, kann sich auf www.albaum.info oder auf Facebook noch mehr Hintergrundinformationen holen.

 

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