Alle in Deckung, das TV rückt an!

Na ja, so in etwa habe ich mich in den letzten Tagen gefühlt, als klar war, dass ‚Hermann hilft‚ zu uns auf den Schrabben Hof kommen würde.

Da ich hier aber noch gar nichts dazu erzählt habe, kommt jetzt hier mal ein Update. Denn für diese ‚Institution‘, die seit einigen Monaten ein wichtiger Teil meines Lebens geworden ist, bin ich unendlich dankbar.
Das Ganze war ein ‚Zufall‘. Ich hatte gerade mein geplantes Jahr Auszeit angetreten, als ich auf einer meiner Wanderkarten las, dass es in unserer Umgebung das Kulturgut Schrabben Hof gibt. Wie einige von Euch vielleicht schon wissen, bin ich ja von Hause aus Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt Kulturmanagement. Und ich wünsche mir schon sehr lange, einen Ort zu schaffen, an dem Gastronomie, Kultur und Persönlichkeitsentwicklung zusammen kommen. Das Kulturgut und vor allem dessen ‚Zugpferd‘ die wunderbare Ulrike, hat mir wirklich der Himmel geschickt. Denn hier gibt es all das. Das Kulturgut Schrabben Hof ist ein alter, sauerländischer Hof, den ein örtlicher Verein saniert hat. Ulrike hat mit Freunden den Verein MuT Sauerland e.V. (MuT = Musik und Theater) gegründet und die ‚Bespielung‘ des Hofes übernommen. So entstand ein kleines Heimatmuseum, ein wirklich schönes Nostalgie-Café und in diesem Jahr wurde dann die Kulturbühne eröffnet, für die vier Jahre harte Arbeit bewältigt werden musste. Dazu gehört außerdem die Tenne, die von dem vorher genannten Verein betrieben wird und wo es auch einen Jugendtreff gibt. Außerdem haben wir dann noch die Trödelscheune (und den Trödeldachboden in Haupthaus) und sogar einen Backes (ein altes Backhaus), in dem ein paar Mal im Jahr noch auf alte Weise Brot gebacken und verkauft wird. Der Trödel ist ein bisschen das Herzstück, denn aus ihm finanziert sich ein Großteil des ganzen Kulturbetriebs. Die Haltung des Hofes, die Künstler, die hier auftreten und so weiter.

Ich habe die große Ehre und Freude, meinen Beitrag hier leisten zu dürfen. Und so installieren wir jetzt nach und nach eine Upcycling-Werkstatt. Wir wollen zum einen selbst aus dem Trödel mehr machen, als ihn einfach nur anbieten. Und wir wollen damit auch Inspiration geben, was man aus alten Sachen noch Tolles machen kann. Dazu habe ich auch eine Pinterest-Seite aufgebaut, mit all den Ideen, die wir irgendwann umsetzen wollen. Es macht wahnsinnig viel Spaß und die Möglichkeiten sind endlos. Abgesehen davon, dass ich durch Ulrike, wenn auch ehrenamtlich, sehr viele Möglichkeiten habe, an spannenden Projekten, wie zum Beispiel dem Kunstprojekt Kleffweg, mitzuarbeiten. Selten hat mir etwas so viel Freude gebracht. Wenn es ginge, ich würde ins Kulturgut einziehen und bräuchte nichts anderes mehr. Aber, und davor habe ich großen Respekt, es ist und bleibt wohl auch ehrenamtlich. Ulrike ist sich sehr bewusst darüber, dass die Notwendigkeit, davon leben zu wollen, eine große Gefahr für den Freude-Faktor wäre. Und der trägt das Ganze. Die Stimmung ist freudvoll, locker, weil wir alle hier wirklich nur machen, was wir von Herzen wollen. Dieser Ort ist was wirklich ganz Besonderes!

Das ist heute scheinbar beim Dreh auch rüber gekommen. Ulrike hatte schon länger versucht, den guten Hermann zum Kulturgut zu holen, aber es hatte nicht geklappt. Jetzt, mit der Vorbereitung des Weihnachtströdels, hat er endlich angebissen. Heute war der große Tag und er kam mit seinem Kamera- und Ton-Mann. Ich war megamäßig aufgeregt, weil TV ist echt nicht mein Ding. Ich kriege schon bei ner Foto-Kamera zu viel, und dann TV? Außerdem hatte ich ein bisschen Sorge, wie das menschlich so wird. Und ich muss sagen, es war eine tolle Erfahrung. Sowohl Hermann als auch sein Team sind echt nette Leute und haben uns toll da durch geholfen und selbst Spaß in die Sache gebracht. Jetzt bin ich gespannt, was es von all dem nun in die Sendung schafft. Wann genau ausgestrahlt wird, weiß ich noch nicht, aber ich gebe hier Bescheid bzw. stelle dann den Link zur Mediathek ein. Auch, wenn es mir selbst vermutlich sehr schwer fallen wird, mich selbst im TV zu sehen. Ich bin aber auch stolz auf das, was wir da so auf die Beine gestellt haben – vieles davon improvisiert und mit dem, was halt so da ist. Aber es funktioniert und hat seinen ganz eigenen Charme.

Für all das bin ich vor allem Ulrike unendlich dankbar. Ich habe einen riesigen Respekt vor dieser Frau, die eine unglaubliche Power hat und Dinge durchzieht, an denen andere, inklusive mir selbst, scheitern würden. Und dabei dann auch noch menschlich so wach und wertschätzend und immer zugänglich ist. Ulrike, falls Du das hier mal liest, ein fettes DANKE in Deine Richtung. Es ist eine unglaublich Freude, mit Dir zu arbeiten! Und ich hoffe, dass ich Dir das auch oft genug zeige…

Ja, Ihr Lieben, schaut mal rein! Und wer in der Nähe ist, am 25. und 26. November: macht Euch doch mal einen schönen Sauerland-Tag bei uns in Kirchhundem-Silberg und besucht unseren Weihnachtströdel.

 

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